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News
21.01.12: Karrierechancen für Frauen in MINT - Berufen
Die EL-Net Consulting AG als aktives Fördermitglied des dib bietet interessante berufliche...
Termine
Forderungskatalog
dib-Forderungen an Hochschulen und zuständige Wissenschafts-Ministerien der Länder
Den Hochschulen bietet sich die Chance, mit der grundlegenden Veränderung ihrer Ausbildungen nicht nur die Attraktivität der technischen Studiengängen für Frauen zu erhöhen, sondern gleichzeitig auch die Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts im nationalen und internationalen Vergleich zu steigern. Indem die Studiengänge auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt werden, wird gleichzeitig auch stärker eine interdisziplinär interessierte männliche Klientel angesprochen, die über die so dringend geforderten sogenannten Schlüsselqualifikationen verfügt und beim derzeitigen Image der Ingenieurstudiengänge für diese verloren sind.
Der dib fordert:
- Einführung monoedukativer Frauenstudiengänge
- Einführung weiterer Querschnittsstudiengänge wie Wirtschaftsingenieurwissenschaften, Verknüpfung mit Informatik, Medien, Marketing, Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit, Sozialwissenschaften, internationale Schwerpunkte usw.
- Reform bestehender Studiengänge, sinnvolle Reduzierung von Spezialwissen, das von 90% der AbsolventInnen nie wieder benötigt wird, zugunsten der stärkeren Vermittlung von Arbeitstechniken und fachübergreifenden Inhalten; Wissensvermittlung durch Erarbeitung in Seminaren und Arbeitsgruppen, Wissensüberprüfung durch Präsentation der (Gruppen)ergebnisse, Verknüpfung der Inhalte der Einzeldisziplinen untereinander und mit weiteren Aspekten durch Projektarbeit
- Vermittlung operationaler Qualifikationen z.B. Offenheit für Veränderungen, kritische Reflexion im sozialen und ökologischen Kontext; Vermittlungs- und Konfliktfähigkeit im Aushandlungsprozess
- Einführung bzw. Verstärkung problemorientierter und selbstorganisierter Lernformen
- Besetzung von Hochschullehrer- und Mitarbeiterstellen mit Frauen mindestens entsprechend dem Frauenanteil der Absolventinnen bzw. der Doktorandinnen des jeweiligen Fachs (Ergebnisquotierung mit Förderprogrammen)
- Einführung von Frauen-Promotionsprogrammen, auch in Kooperation mit der Wirtschaft
- Gründung von Absolventinnen-Netzwerken
- Flächendeckende und dauerhafte Einführung von Maßnahmen, die sich bereits in zahlreichen Modellvorhaben als wirksam erwiesen haben wie Schnupper-Studien, spezielle Informationsveranstaltungen und Tutorien für Studentinnen, Vermittlung von Praktikumsplätzen an allen Hochschulen
- Schaffung von Vorbildern z.B. durch Hervorhebung vergangener Absolventinnen und Professorinnen oder Veranstaltungen mit berufstätigen Ingenieurinnen oder anderen qualifizierten Frauen in der Technik
- Leistungsorientierte Mittelvergabe der zuständigen Ministerien an die einzelnen Hochschulen unter Berücksichtigung der Zielerreichung im Bereich der Frauenförderung
- Geschlechterforschung nicht mit der Zielrichtung: "Frauen als Betroffene (Opfer) der Technik und Ingenieurinnen als ‘bewunderte’ Exotinnen", sondern in Richtung "strukturelle Bevorzugung von Männern im Ingenieurberuf, interkulturelle Vergleiche, Stärken der Ingenieurinnen in Bezug auf moderne betriebliche Interaktionsformen (s. neue Qualifikationsprofile) und Ingenieurinnen als Technikgestalterinnen mit erweiterten frauenspezifischen Blickwinkeln.
- Coaching / Mentoringangebot an Studentinnen / Gruppen von Studentinnen


