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19.11.13: Gemeinsame Presseinformation der Aktion "Spitzenfrauen fragen Spitzenkandidaten"

Spitzenfrauen-Verbände loben Quotenbeschluss / "Die Quote bürgt für Qualität"

(Berlin, 19.11.2013) Die zehn führenden „Spitzenfrauen“-Verbände begrüßen den Durchbruch für eine gesetzliche Frauenquote in den Koalitionsverhandlungen. Sonntagnacht beschlossen Unions- und SPD-Unterhändler, eine Aufsichtsratsquote von mindestens 30 Prozent ab 2016 in den Koalitionsvertrag zu schreiben.

"Das Land braucht die Quote, nicht die Frauen", sagte Dr. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes. „Eine Quote bürgt nicht nur für Gerechtigkeit, sondern vor allem für Qualität. Weil sich dann endlich die Besten beiderlei Geschlechts durchsetzen, und nicht nur die besten Männer" Es habe sich gelohnt, seitens der Spitzenfrauen-Verbände den Kandidaten am 17. Mai im Bundestag konkrete Zusagen abzuringen (nachzulesen auf www.spitzenfrauen-fragen.de).

„Dass wir mit der Frauenquote ein Entgeltgleichheitsgesetz bekommen werden, ist ein echter Meilenstein!" erklärte Henrike von Platen, Präsidentin von Business Professional Women (BPW) Germany. „Wir machen seit vielen Jahren mit dem Equal Pay Day auf die ungleichen Einkommens- und Karrierechancen aufmerksam. Diesem Missstand trägt dieser Koalitionsvertrag endlich Rechnung.“

Eine Quote muss wirksame Sanktionen nach sich ziehen. Die Spitzenfrauen halten den Vorschlag, bei Nichterfüllung der Quote die betreffenden Aufsichtsratsposten unbesetzt zu lassen, für ausgesprochen pfiffig.

Besonderes Lob sprachen die neun Spitzenfrauen Monika Schulz-Strelow aus, der Präsidentin von „Frauen in die Aufsichtsräte“. „Wenn Monika Schulz-Strelow nicht so konsequent für die Sache getrommelt und in der Berliner Erklärung die politischen Kräfte aus allen Parteien gesammelt hätte, wären wir heute nicht so weit“, so Annette Bruhns von ProQuote Medien. Dass eine Mindestquote von 30 Prozent keine Utopie ist, zeigt der Women-on-Board-Index. Bereits jetzt haben 24 der 160 in DAX, MDAX, SDAX und TecDAX notierten Unternehmen einen Frauenanteil im Aufsichtsrat von 30 oder mehr Prozent; bei einem Drittel der Unternehmen liegt der Anteil bei 20 Prozent und darüber.